Projekt-highlights

aus 40 Jahren Lawaetz-Stiftung

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

75 Jahre Grundgesetz (2024)

Im Jahr 2024 wurde die Lawaetz-Stiftung von der Freien und Hansestadt Hamburg als eine von drei Vertreter:innen für unser Bundesland bei der Bundesregierung als Ehrengast für die Feierlichkeiten (23.-26. Mai) zum 75ten Jahrestag unseres Grundgesetztes benannt. Die Ernennung diene auch als Anerkennung ihrer langjährigen Arbeit für Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe.

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Gründungsberatung (1986 - 2020)

Über 30 Jahre lang hat das Gründungsteam der Lawaetz-Stiftung Gründungsberatung angeboten für Personen aus der Erwerbslosigkeit vor, während und nach der Existenzgründung. Neben einer zentralen Informations-Hotline wurden Kurzberatungen und individuelle Einzelberatungen angeboten. Zudem gab es ein umfangreiches Seminarangebot, Antragsberatung und -bearbeitung für das Hamburger Kleinstkreditprogramm und Coaching und betriebsbegleitende Beratung. Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum wurde dieser Bereich wieder gestärkt: Seit Januar 2026 ist die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative ein Teil der Lawaetz-Stiftung.

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Jugend Aktiv Plus - Wege in die Zukunft! (JAP) (2011-2028)

JAP unterstützt junge Hamburger:innen in schwierigen Lebenslagen zwischen 18 und 25 Jahren dabei, sich sozial und beruflich zu (re)-integrieren. Mit 11 Trägern der Jugendhilfe ist das Projekt in allen Bezirken vertreten. Als Dachorganisation fungiert die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung, bei der die Gesamtsteuerung liegt. Finanziert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und durch die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH).

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Friedensallee (F94) (2021 - 2024)

Das Projekt Friedensallee 94 (F94) in Hamburg-Ottensen ist ein von der Lawaetz-Stiftung begleitetes Wohnprojekt, das gemeinschaftliches, ökologisches und sozial orientiertes Wohnen verbindet. Entstanden sind 30 Wohnungen, davon 20 frei finanzierte und 10 geförderte Wohnungen für vordringlich Wohnungssuchende.

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Greves Garten (2016 - 2017)

Greves Garten ist ein gemeinschaftliches Wohnprojekt in Hamburg-Bergedorf, das von der Lawaetz-Stiftung entwickelt und baubetreut wurde. Ziel war der Erhalt eines historischen Gebäudeensembles aus dem späten 19. Jahrhundert und die Schaffung einer vielfältigen Nachbarschaft aus Genossenschafts- und Eigentumswohnungen.

Gesundheits-Quizbox LVS Eimsbüttel

Das Gesundheitsquiz (2025)

Das Gesundheitsquiz wurde im Rahmen der LVS Weiterentwicklung Gesund in Eimsbüttel als niedrigschwelliges Gesprächs- und Aktivierungsinstrument entwickelt. Es bringt Menschen spielerisch zu Bewegung, Ernährung und psychischer Gesundheit ins Gespräch und weckt Interesse an Gesundheitsangeboten im Quartier.

Balkonkraftwerk: Anbringung von Photovoltaik-Modulen an einem Mehrfamilienhaus in Hamburg-Barmbek.

Qualifizierungsoffensive "Besser mit Abschluss" (2009 - 2014)

Das ESF-Projekt „Qualifizierungsoffensive“ unterstützte Kleine und Mittlere Unternehmen in Hamburg dabei, Wege aus dem Fachkräftemangel zu beschreiten. Im Rahmen des Projektes wurden Unternehmensleitungen und die Beschäftigten aller Branchen individuell und bedarfsgerecht beraten und branchengerechte Qualifizierungsangebote initiiert.

 

UN-Behindertenrechtskonvention (2012 - 2022)

Die Lawaetz-Stiftung war maßgeblich an der praktischen Umsetzung und Ausgestaltung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in der Hansestadt beteiligt. Dies geschah im Rahmen mehrerer konkreter Projekte und Aufträge. Unter anderem evaluierte die Stiftung das Hamburger Modellprojekt, welches Menschen mit Behinderungen den Übergang aus Behinderten-werkstätten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern sollte. Zudem führte die Lawaetz-Stiftung im Auftrag der Sozialbehörde Workshops durch, um Hürden und Bedarfe zu ermitteln und diese in den offiziellen Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK einfließen zu lassen.

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Themenwoche für nachbarschaftliche Vielfalt (2025)

Zahlreiche Veranstaltungsformate förderten Dialog, neue Perspektiven und respektvolles Zusammenleben im Rahmen der Themenwoche für nachbarschaftliche Vielfalt im RISE-Gebiet Neuallermöhe. Die Teilnehmenden wurden selbst zu Gestalter:innen eines lebendigen Miteinanders. Die Themenwoche wurde so zu einem Modell für Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement.

Schüler:innen im Kaisersaal des Hamburger Rathauses stimmen ab.

3 Tage Gleis3eck (2018)

Vom 17.–19. August 2018 fand im RISE-Fördergebiet Mittlerer Landweg erstmals das Nachbarschaftsfest „3 Tage Gleis3eck“ statt. An drei Tagen gab es Kino, Flohmarkt, Infoangebote, internationales Musik- und Bühnenprogramm, das viele Besucher:innen aus dem Quartier und ganz Hamburg angezogen hat. Höhepunkt war der Besuch von Bürgermeister Peter Tschentscher.

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Glaubensfreiheit in Altona (2020)

Der Kurzfilm entstand während Corona unter Beteiligung des Interreligiösen Dialogs Altona Mitt’einander im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie und Vielfalt Altona. Das friedliche Miteinander der Religionen in Altona, die bereits gelebte Praxis sollte damit sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig rief der Kurzfilm zur Solidarität und Zivilcourage auf. Nach dem Motto: Schau hin und setz dich ein, wenn andere aufgrund ihres Glaubens diskriminiert werden. Ziel des Films war es auch, durch diese Botschaft gerade in diesen schwierigen Zeiten Hoffnung und Mut zu geben, wo Kontakte und Gemeinschaften alle so eingeschränkt waren.

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Preisgekrönte Nachbarschaftsgärten in Neuwiedenthal (2017)

Die Lawaetz-Stiftung war die Initiatorin, Planerin und erste Trägerin des Interkulturellen Nachbarschaftsgartens (NaNe) in Neuwiedenthal. Im Rahmen ihrer Arbeit als Gebietsentwicklerin im RISE-Gebiet Neuwiedenthal – Rehrstieg (Bezirk Hamburg-Harburg), rief sie im Herbst 2018 das Projekt ins Leben. Auf rund 2.000 Quadratmetern gärtnern, ernten, kochen und feiern alle Generationen gemeinsam. Permakulturgärten, ein Bienendorf und Gemeinschaftsflächen prägen sein Erscheinungsbild. Der Garten wurde für sein nachbarschaftliches Engagement und seine ökologischen Konzepte mit dem Harburger Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Foto: Filip Urban via Unsplash
Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Stadtteildialog Jenfeld (2017)

Der Stadtteildialog Jenfeld 2017 wurde im Rahmen der Lokalen Partnerschaften für Demokratie in Wandsbek (LoPa) initiiert. Ziel war es, Anwohner:innen, Nachbar:innen und politische Akteur:innen zusammenzubringen. Im Vordergrund des Stadtteildialogs stand ein groß angelegtes Beteiligungsverfahren. Beim gemeinsamen Austausch über ein vielfältiges Zusammenleben im Stadtteil wurde auch über die große neue Wohnsiedlung mit über 200 Wohnungen gesprochen, die zu diesem Zeitpunkt auch als Unterkunft für Geflüchtete diente. Zentrale Herausforderungen und Aufgaben – wie beispielsweise ein tolerantes und lebenswertes Miteinander – standen auf der Agenda. Im Jahr 2017 beteiligten sich über 120 Teilnehmer:innen am Stadtteildialog. Begleitet wurde er vom Team der Lawaetz-Stiftung für die LoPa Wandsbek.

Foto: Dennis Imhaeuser
Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Zukunftsdenkmal Osdorfer Born (2023)

Am 31. März 2023 wurde das Zukunftsdenkmal „Zukunft bleibt!“ im Osdorfer Born eingeweiht. Die Skulptureninstallation greift ein Thema auf, das den Stadtteil sehr bewegt: Der Wunsch nach einer Schienenanbindung. „Zukunft bleibt!“ ist Teil des „Bildungsbandes Osdorfer Born“, das Orte des Lernens und Wissens mit interessanten Wegen verbindet. Die Lawaetz-Stiftung begleitet als Quartiersentwicklerin das RISE-Gebiet Osdorfer Born/Lurup und war am Projekt beteiligt.

Foto: Baltic Raw Org
Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Auf die Plätze, fertig, Kunst (2007)

Das preisgekrönte Kunstprojekt „Auf die Plätze – fertig – Kunst!“ entstand 2007 im Entwicklungsgebiet Essener Straße, das zu der Zeit von der Lawaetz-Stiftung begleitet wurde. Ziel war die Aufwertung des öffentlichen Raums und die Stärkung der Identifikation mit dem Quartier. Bewohner:innen aller Altersgruppen schufen mit Kunstschaffenden Skulpturen, Wegweiser, Labyrinthe, Theater- und Fotoprojekte. 2007 erhielt das Projekt den Kulturpreis Hamburg-Nord.

Foto: Anne Ochmann, Wikimedia Commons
Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Falkenried Terrassen (1990 - 1999)

Die Terrassenbauten im Falkenried wurden in den 60er und 70er Jahren von der Neuen Heimat angekauft, um die Häuser abzureißen und die Grundstücke neu zu bebauen. Nachdem die Bewohner sich jahrelang erfolgreich gegen den Abriss gewehrt hatten und die Neue Heimat Mitte der 80er Jahre vor dem Konkurs stand, wurden die Häuser von der stadteigenen Gesellschaft WVN angekauft. 1990 verkaufte die Freie und Hansestadt Hamburg die Terrassenhäuser dann an die Lawaetz-Stiftung. Diese übergab die Häuser der Mietergenossenschaft in die Selbstverwaltung, unter deren Federführung die Terrassen grunderneuert und teilweise modernisiert wurden. So wurde langfristig bezahlbarer Wohnraum in Hamburg gesichert.

Foto: Almut Gross
Balkonkraftwerk: Anbringung von Photovoltaik-Modulen an einem Mehrfamilienhaus in Hamburg-Barmbek.

Jobclub Altona (2009 - 2012)

Der Jobclub Altona war ein arbeitsmarktpolitisches Projekt in Hamburg, das arbeitslose oder schwer vermittelbare Menschen praktisch bei der Jobsuche unterstützte. Dort konnten Teilnehmende aktiv an ihrer Integration in Arbeit mitwirken. Die Lawaetz-Stiftung betreute das Projekt als Trägerin mit niedrigschwelligen Angeboten. Dazu gehörten u.a. Beratung (zum Beispiel im „Jobmobil“), Kompetenzfestellung, Trainingsangebote und die Organisation von Lernaktivitäten und Schülerprojekten zur Kompetenzentwicklung.

Balkonkraftwerk: Anbringung von Photovoltaik-Modulen an einem Mehrfamilienhaus in Hamburg-Barmbek.

Bauzeit im Lutherpark (2025)

Das Projekt Bauzeit im Lutherpark stand 2025 unter dem Motto „Alle unter einem Schirm“. Dank der Förderung durch den Verfügungsfonds Altona, Fördern & Wohnen und Pflegen & Wohnen brachte es Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe im Lutherpark zusammen. Weiße Regenschirme wurden zu individuellen Kunstwerken gestaltet. Das Projekt förderte Begegnung, Kreativität und Teilhabe und endete mit einer Ausstellung im Parkcafé. Die Lawaetz-Stiftung ist seit 2015 im Haus 2 und im Parkcafé der ehemaligen Pflegeeinrichtung Lutherpark (Träger: Pflegen & Wohnen Hamburg) tätig.

Austausch beim Trägerbesuch bei Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.

Hamburger Kleinstkreditprogramm (2002 - 2017)

Auf Anregung der Lawaetz-Stiftung hat die Sozialbehörde 2002 das bundesweit einmalige Hamburger Kleinstkreditprogramm ins Leben gerufen. Ab 2002 übernahm die Lawaetz-Stiftung die Funktion einer zentralen Anlaufstelle. Sie beriet Gründer:innen, nahm Anträge für das Kreditprogramm entgegen, prüfte diese und begleitete die Kreditvergabe. Ziel war es, Erwerbslosen den Zugang zu einem Startkapital für ihre Existenzgründung zu ermöglichen. Im Verlauf der Jahre wurden knapp 2.000 Anträge geprüft und rund 700 Kleinstkredite bewilligt. Heute wird das Programm in der Hamburgischen Investitions- und Förderbank weitergeführt.

Foto: Luba Glazunova via Unsplash
Schüler:innen im Kaisersaal des Hamburger Rathauses stimmen ab.

Baugemeinschaft Mesterkamp (2021 - 2024)

Ein besonderes Projekt war das der Baugemeinschaft Mesterkamp: Die Kleinstgenossenschaft hat in ihrem autofreien Projekt Wohnraum für 38 Haushalte geschaffen. Das KfW Effizienzhaus 40 besteht aus zwei Gebäudekörpern, welche durch eine gemeinsame Fahrradrampe erschlossen wurden. Das Besondere: Die Gebäude wurden in Modulbauweise errichtet. Vorgefertigte Module wurden zur Baustelle geliefert und dort in kürzester Zeit zusammengesetzt.

Foto: Solid Modulbau