Housing-First ist ein neuer Konzeptansatz zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Er greift auf fachlich formulierte Grundprinzipien zurück, zu denen die Wahlfreiheit und Selbstbestimmung bei der Nutzung von Hilfeangeboten, aber auch die personenzentrierte Hilfeplanung und die flexible Hilfegewährung gehören. Im Zentrum des Housing First Ansatzes steht der unmittelbare und bedingungslose Erhalt eines eigenen Mietvertrages, der die Grundlage für die weiteren Stabilisierungs- und Integrationshilfen darstellt. Dieser neue Ansatz wurde in Hamburg von einem Trägerkonsortium erprobt und von der Lawaetz-Stiftung wissenschaftlich begleitet.
Die Lawaetz-Stiftung führt zusammen mit dem Institut für sozialökonomische Strukturanalysen in Berlin die wissenschaftliche Begleitung durch. Das Evaluationsteam untersucht über die gesamte Projektlaufzeit den fachlichen Ansatz auf seine Wirksamkeit und Übertragbarkeit auf das Hamburger Obdach- und Wohnungslosenhilfesystem.
Projektbeispiele:
In Panelbefragungen werden die Entwicklung der sozialen Lagen der ehemals obdachlosen Menschen erhoben. Fallstudien mit Einzelmieter:innen sind zentraler Bestandteil der qualitativen Untersuchungen und ergänzen sowohl die Prozess- als auch die Wirtschaftlichkeitsanalysen.