Wie können Städte so gestaltet werden, dass Fürsorge, Teilhabe und die unterschiedlichen Lebensrealitäten ihrer Bewohner:innen stärker berücksichtigt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Veranstaltung „Frau*Macht.Stadt. – Netzwerk(en) zur gendersensiblen Stadtgestaltung und Stadtentwicklung in Hamburg“, zu der die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung am 17. November 2026 ins Lawaetzhaus einlädt.
Im Mittelpunkt steht das Konzept der Caring City. Es macht die Sorgearbeit des Alltags sichtbar und fragt, wie Stadtplanung soziale Infrastruktur, kurze Wege, sichere öffentliche Räume und gut erreichbare Angebote für alle Menschen fördern kann. Damit zählt Caring Cities zu den wichtigen Zukunftsthemen der aktuellen Stadtentwicklung.
Den Auftakt der Veranstaltung gestaltet Karen Pein, Senatorin der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Sie verantwortet die strategische Entwicklung Hamburgs in den Bereichen Wohnungsbau, Stadtplanung und Quartiersentwicklung.
Einen Impulsvortrag hält Dr. Ing. Käthe Protze, Stadtplanerin aus Bremen und Mitinitiatorin des Netzwerks Gender Archland. Sie erläutert, warum Vernetzung ein wichtiger Baustein gendersensibler Stadtplanung ist. Dabei geht es auch darum, welche Verbündeten es auf verschiedenen Ebenen gibt und wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit gelingen kann. Das bundesweite Netzwerk Gender Archland setzt sich für eine gendergerechte, inklusive und nachhaltige Raumplanung sowie für mehr Sichtbarkeit von Frauen in Architektur und Stadtplanung ein.
Anschließend stellt Nina Böcker, Wissenschaftlerin beim vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung – aktuelle Erkenntnisse aus der Studie „Caring Cities“ vor. Der vhw ist ein bundesweit tätiger Fachverband, der sich mit Themen wie Stadtentwicklung, Wohnen, kommunaler Praxis, Bürgerbeteiligung und sozialem Zusammenhalt beschäftigt.
Im anschließenden Praxisforum diskutieren Fachleute, Initiativen und Interessierte konkrete Beispiele einer fürsorgenden und gendersensiblen Stadtentwicklung. Mitwirkende sind unter anderem LeNa Kroonhorst, die Inselmütter Wilhelmsburg, das PIA Planerinnennetzwerk Hamburg, die Initiative Equal Care sowie die vhw-Forschung, die ihre Erfahrungen und Ansätze für eine fürsorgliche und gerechte Stadtentwicklung vorstellen.
Gleichzeitig soll die Veranstaltung den Grundstein für ein neues Hamburger Netzwerk legen und Menschen zusammenbringen, die sich für eine gerechtere und lebenswertere Stadt einsetzen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung statt und wird von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg sowie der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg gefördert. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.




