Die Baugemeinschaft Vier für Finkenau entstand aus dem Zusammenschluss der vier Wohnprojektgruppen Familienhafen, mittendrin, TrauMhauS und Nordlicht. Sie vereint Einzelpersonen, Paare und Familien sowie Menschen mit und ohne Handicap. Durch den Verein Traumhaus Wohnprojekt e.V. wurden auch Menschen mit Multipler Sklerose (MS), die auf barrierefreie oder rollstuhlgerechte Wohnungen angewiesen sind, in das Projekt integriert.
Gemeinsam mit der Bestandsgenossenschaft Hamburger Wohnen eG erhielt die Baugemeinschaft im Dezember 2013 den Zuschlag für ein rund 4.360 m² großes Grundstück. Anfang 2014 wurde das Architekturbüro Huke Schubert Berge Architekten mit der Planung beauftragt.
Das Projekt umfasst vier eigenständige, mehrgeschossige Wohngebäude mit jeweils eigenem Fassadenkonzept und einer Gesamtwohnfläche von 4.267 m². Mehr als zwei Drittel der Fläche entfallen auf öffentlich geförderten genossenschaftlichen Wohnraum mit 41 Mietwohnungen in drei Gebäuden. Ein viertes Gebäude beherbergt 15 Eigentumswohnungen, überwiegend für Familien. Im genossenschaftlichen Bereich wurden zudem acht rollstuhlgerechte Wohnungen für Menschen mit MS sowie ein Gemeinschaftsraum für die gesamte Baugemeinschaft geschaffen.
Die Lawaetz-Stiftung entwickelte gemeinsam mit den Wohnprojektgruppen das Projektkonzept, übernahm die wirtschaftliche Baubetreuung der Eigentümergemeinschaft und begleitete die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG bei der Umsetzung. Der Baubeginn erfolgte im Sommer 2015, die Fertigstellung und der Bezug im Herbst 2017.